CFD Trading lernen

CFDs: Was man damit handeln kann

CFDs sind fast universell einsetzbar. Die meisten Börseninstrumente können mit ihrer Hilfe nachgestellt und nachgehandelt werden. Welche genau das sind, ist vom CFD-Broker abhängig. CFDs bieten in einigen Fällen sogar deutliche Vorteile gegenüber dem direkten Handel, wie geringere oder sogar entfallende Transaktionskosten, eine kleine Stückelung und die Möglichkeit, auf fallende Kurse zu setzen. Im Folgenden werden einige allgemein über CFDs handelbare Börseninstrumente aufgelistet.

Aktien über CFDs

CFD-Anbieter haben meist ein sehr großes Portfolio an handelbaren Aktien-CFDs. Deutsche und europäische Standardwerte sind hierbei genauso enthalten, wie US-Aktien, oder chinesische. Ein Manko: Viele Anbieter decken die Indizes nicht vollständig ab, so dass man vielleicht nicht alle Aktien, die man gern über CFDs nachbilden möchte, handeln kann. Vollständige Listen kann man auf den Seiten der CFD-Broker downloaden.

Der Handel von Aktien-CFDs ist meist – im Unterschied zu den meisten anderen CFD-Arten – mit Transaktionskosten verbunden. Diese sind aber im Allgemeinen geringer, als beim herkömmlichen Aktienbroker.

CFDs auf Rohstoffe und Edelmetalle

Je nach Anbieter gibt es CFDs auf nahezu alle denkbaren Rohstoffe. Von Öl, Gold, Kakao über Orangensaft, Erdgas und Mais ist alles abgedeckt. Hier lohnt sich ebenfalls ein Informieren und Vergleichen unterschiedlicher Anbieter, wenn man sich speziell für den Rohstoffhandel interessiert. Beim Handel von Rohstoff-CFDs fallen meist keine Transaktionskosten an.

Aktienindizes über CFDs handeln

Viele große Leitindizes lassen sich via CFD handeln. Interessant ist hierbei, dass – neben dem verwendbaren Hebel – große Indizes auch gestückelt gehandelt werden können. Möglich wird dies beispielsweise durch „Mini-Futures“. Man zahlt für einen Kontrakt auf den deutschen Aktienindex beispielsweise nicht mehr 11000 Euro, sondern nur 11 Euro für einen Kontrakt des Mini-Futures. Hierdurch können auch kleine Konten am Handel des Index aktiv teilnehmen. Auch beim Handel von Index-CFDs verlangen die CFD-Anbieter meist keine Transaktionsgebühren.





Mit Hilfe von CFDs steht dem privaten Trader inzwischen auch die Tür zum Options- und Futurehandel offen. Handelbar sind häufig Sektorindizes, Branchenfutures und Optionen auf Rohstoffe.

Devisenhandel mit CFDs

Auch eines der bei Daytradern beliebteste Börseninstrument ist mittels CFD handelbar: Die Währungen. Die meisten CFD-Broker bieten eine Handvoll der wichtigsten Währungspaare für den CFD-Handel an. Darüber hinaus kann man sich aus einem Portfolio weiterer Devisenpaare bedienen, die je nach Anbieter unterschiedlich groß ausfallen.

ETFs über CFDs handeln

Weniger gebräuchlich, als etwa Währungen und Aktienindizes, ist es, ETFs mittels CFD zu handeln. Doch auch das ist möglich. Der Vorteil gegenüber dem Direkthandel sind im Allgemeinen geringere Gebühren und die Nutzbarkeit eines Hebels. Sollen ETFs aber längerfristig gehandelt werden, so müssen die Finanzierungskosten bedacht werden, die durch den Margin-Handel anfallen.

Insgesamt kann man sagen, dass nahezu alle Handelsinstrumente inzwischen über das Konzept des CFD handelbar sind. Bei fast allen Instrumenten kann man auf steigende, aber auch auf fallende Kurse setzen, ein großer Vorteil, der etwa bei Aktien über den Direkthandel nicht gegeben ist. Der verwendbare Hebel und die kleine Stückelung großer Indizes erleichtern dem privaten CFD-Trader den Zugang auch zu Märkten, die ihm via Direkthandel verschlossen blieben. Nur geringe oder sogar entfallende Transaktionskosten machen CFDs attraktiv. Dem gegenüber stehen die beim Marginhandel generell anfallenden Overnight-Finanzierungskosten, die bei kurzen bis moderaten Haltedauern allerdings im Allgemeinen sehr gering ausfallen.