Aktien Trading lernen

Den besten Broker für dein Aktiendepot finden

Relaxing businessmanWenn du Aktien handeln möchtest, brauchst du ein Aktiendepot bei einem Broker.

Besonders als Einsteiger im Aktienhandel ist es unter Umständen schwierig, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Anbieter genau einschätzen zu können. Aber gerade bei der Brokerwahl kann man Fehler machen, die nicht nur nervig sind, sondern im schlimmsten Falle auch Geld kosten.

In diesem Artikel zeige ich dir, worauf es bei der Wahl des Aktienbrokers für dein Depot ankommt. Ich erkläre dir, worauf du achten solltest und was du besser vermeidest.

Ein Tipp gleich zu Beginn: Halte dich bei der Brokerwahl am besten an die renommierten Größen, die es im deutschen Raum gibt. Ja, viele kleine und eher unbekannte Anbieter locken dich mit Mega-Konditionen, während die großen, etablierten Anbieter eher lahm und langweilig daher kommen.

Aber: Es geht um dein Geld! Ein schlechter Broker zieht dir das Geld eher aus der Tasche, statt dich beim Aktienhandel aktiv zu unterstützen.

Auf die mittlere und lange Frist hilft dir das nicht weiter. Oder? Ich stelle dir in meinem Blog einige namhafte Online-Broker für dein Aktiendepot vor und nenne die jeweiligen Vorteile und Nachteile. Diese kannst du dir einmal anschauen. Vielleicht ist der richtige Broker für dich dabei.




Den richtigen Online-Broker für dein Aktiendepot finden

Inzwischen gibt es eine große Menge an Online-Brokern, die auf dem Markt aktiv sind. Dies macht die Wahl des eigenen Aktienbrokers nicht unbedingt einfacher.

Im Folgenden zeige ich dir die wesentlichen Punkte, über die du dir bei der Auswahl Gedanken machen solltest. Hinzu kommen bei Bedarf weitere Details, die mit deinem individuellen Handelsstil zusammenhängen.

Worauf du bei der Wahl deines Aktienbrokers achten solltest:

  • Kosten: Transaktionskosten, Verwaltungskosten, Limitgebühren, Stornierung von Orders
  • Aktien und handelbare Assets: Deutsche Aktien? Europäische? US-Aktien etc. Weitere Instrumente zur Absicherung, wie Optionsscheine, aber auch ETFs und Fonds?
  • Handelsplätze: XETRA? Anbindung an welche internationale Börsen? OTC-Handel möglich? Zusatzkosten?
  • Daten und Datenquellen: Woher kommen die Kursdaten? Fundamentaldaten? Chartdarstellung und Tools?
  • Einlagensicherung und Regulierung: Wie hoch ist deine Kapitaleinlage abgesichert? Was passiert im Insolvenzfall des Brokers?
  • Kundenbetreuung: Was für ein Kundenservice steht zur Verfügung? Bei Problemen? Bei allgemeinen Fragen?
  • Depotstatistiken: Welche Mittel zur Auswertung der Performance deines Aktiendepots verfügbar?

Nicht alle der vorgestellten Kriterien sind wahrscheinlich für dich und dein Aktiendepot wichtig. Du solltest sie aber kennen, wenn du eine kluge Entscheidung für oder gegen einen Broker treffen möchtest.

Kosten für dein Aktiendepot: Nicht nur Transaktionskosten betrachten

Die Kosten für dein Aktiendepot und das Aktien handeln bestehen – je nach Anbieter – aus unterschiedlichen Komponenten, die nicht unbedingt alle ganz offensichtlich sein müssen: Transaktionskosten, Börsengebühren, eventuell Limitgebühr, Kosten für Stornierung, Spreads, Depotgebühren.

Die Transaktionskosten werden eigentlich von allen Aktienbrokern für den Aktienkauf erhoben. Es sind die Kosten, die bei jedem Kauf und Verkauf einer Aktienposition anfallen. Wenn du eine Aktie kaufst, eine Zeit lang hältst und dann wieder verkaufen möchtest, zahlst du also zweimal die Transaktionsgebühren. Die Transaktionskosten bestehen meist aus einem Mindestbetrag und/ oder einem geringfügigen prozentualen Anteil.

Wenn du nicht außerbörslich handelst, sondern über eine Parkettbörse, oder den elektronischen Marktplatz XETRA Aktien kaufen möchtest, so erhebt die Börse eine geringfügige Gebühr für jede Transaktion. Beim außerbörslichen Handel ist dies nicht der Fall.

Die meisten Online-Broker verlangen für die Stornierung von aufgegebenen Orders keine separaten Gebühren. Ebenso verursachen Orderzusätze, wie Limit oder Stopp-Loss keine Kosten. Hier gibt es aber auch Ausnahmen.

Wenn du Aktien für die lange Frist kaufen und einfach liegenlassen möchtest, können dir eventuelle Limitgebühren egal sein, denn du wirst diese Funktionen wahrscheinlich nicht nutzen wollen. Handelst du eher aktiv, so solltest du einen Aktienbroker wählen, der hier kostenlos ist.

Spreads sind die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskursen. Aufpassen: Hier schlagen einige Anbieter gehörig zu, ohne dass du es auf den ersten Blick bemerkst. Du kaufst eine Aktie und wirst einfach zu einem etwas schlechterem, als dem tatsächlichen Kurs ausgeführt. Die Differenz steckt der Broker ein. Im Aktienhandel kommt dies bei den namhaften Anbietern eigentlich nicht vor. Aufpassen solltest du aber bei den unzähligen kleinen Online-Brokern, die aktuell überall aus dem Boden zu schießen scheinen. Hier gibt es das eine oder andere schwarze Schaf.

Depotgebühren sind bei den meisten Online-Aktienbrokern eigentlich abgeschafft. Manche Anbieter verlangen aber welchem, wenn du nicht eine Mindestanzahl an Transaktionen in einem bestimmten Zeitraum vornimmst. Meine Meinung: Suche dir in einem solchen Falle eine hochwertige, aber kostengünstigere Alternative. Von diesen gibt es genug. Oder du hast einen sehr guten Grund, bei einem Broker mit Depotgebühren zu bleiben.

Aufgrund des aktuell vorliegenden, negativen Zinsniveaus kann es durchaus sein, dass mittelfristig auch die Online-Broker beginnen, Gebühren für das Aktiendepot zu veranschlagen. Diese Entwicklung muss man wohl einfach abwarten.

Zusammenfassung Transaktionskosten:

  • Gebühren für jeden Kauf und Verkauf
  • Optional: Börsengebühr
  • Optional: Limitgebühren, Stornogebühr
  • (Versteckter) Spread

Aktien und handelbare Assets: Was kannst du wo handeln?

Klar, du möchtest Aktien handeln. Dies gestaltet sich aber je nach Aktienbroker sehr unterschiedlich. Es kommt nämlich sehr darauf an, welche Aktien du handeln willst. Deutsche Standardaktien aus dem DAX30 kannst du bei fast jedem Broker zu günstigen Kosten erstehen.

Schwieriger wird es, wenn du US-Aktien direkt an der NYSE kaufen möchtest. Hier schlagen viele Broker nämlich ordentlich bei den Gebühren zu. Auch kann es sein, dass du bevorzugt an bestimmten Börsen handeln möchtest, weil es dein Tradingstil so vorgibt.

Hier musst du dich erkundigen, welcher Broker dir das bietet, was du benötigst. Und dies zu möglichst geringen Kosten. Ich stelle dir auf dieser Seite einige renommierte Aktienbroker für unterschiedliche Ausrichtungen vor, die du dir einmal anschauen könntest.

Möchtest du dir ein langfristiges Aktiendepot einrichten, das eine hohe Diversifizierung aufweist? Dann möchtest du vielleicht auch ETFs (exchange traded funds), oder klassische Aktienfonds zufügen. In diesem Fall sollte der Aktienbroker deiner Wahl auch solche Instrumente in ausreichendem Umfang bieten.

Du benötigst hier nicht unbedingt die größte Auswahl. Jedoch sollte der Broker zumindest die wichtigsten ETFs und einige Fonds zu jeder Assetklasse anbieten können.

Wenn du bereits ein fortgeschrittener Aktienhändler bist, möchtest du deine Aktienpositionen vielleicht von Zeit zu Zeit gegen Abwärtsrisiken absichern. Dein Mittel der Wahl könnten zu diesem Zweck Optionsscheine sein. Dein Aktienbroker sollte also auch den Handel mit Optionsscheinen und Zertifikaten bieten können und mit einigen der wichtigsten Anbietern zusammenarbeiten.

Was möchtest du wo handeln?

  • Zum Beispiel große (Bluechips) oder kleine (Small caps) Aktien?
  • Deutsche Aktien, US-Aktien, europäische Werte, asiatische Märkte?
  • Weitere Assetklassen? ETFs? Aktienfonds? Optionsscheine, Zertifikate?

Handelsplätze: Wo willst du Aktien kaufen?

Die Wahl deines Aktienbrokers hängt stark von der Art und Weise ab, welche Aktien du wo handeln möchtest. Einige Broker bieten günstige Konditionen auf deutsche und europäische Aktien. Bei anderen kannst du speziell US-Aktien an US-Börsen gut und günstig kaufen. Hier solltest du dir Gedanken machen, was für dich infrage kommt. Und diese Gedanken dann in die Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Aktienbroker einfließen lassen.

Die kostentechnisch günstigste Variante für den Handel vieler Aktien ist der außerbörsliche Handel. Du sparst dir hier die Gebühren der Börse ein. Die Transaktionskosten deines Brokers bleiben hiervon meist jedoch unberührt.

Der in Deutschland wohl bekannteste außerbörsliche Marktplatz ist Tradegate. Hier kannst du ein sehr großes Portfolio an Aktien, aber auch ETFs und viele Fonds außerbörslich kaufen und verkaufen. Tradegate verdient offenbar an einem geringfügig aufgeweiteten Spread, der aber im Allgemeinen nicht wirklich ins Gewicht fällt.




Vorteile des außerbörslichen Aktienhandels

  • Keine Börsengebühren
  • Handel i.A. bis 22 Uhr wochentags möglich
  • Viele Aktien, ETFs, Fonds direkt handelbar

Daten und Datenquellen: Zuverlässige Daten sind wichtig

Der Aktienhandel erfordert unterschiedliche Datenquellen, um eine Kaufentscheidung treffen zu können. Manche Aktientrader benötigen Kursdaten in den unterschiedlichsten Varianten. Dazu vielleicht technische Indikatoren, oder technische Kriterien in Tabellenform.

Langfristige Investoren möchten vielleicht Fundamentaldaten in übersichtlicher Form nutzen, um ihre Anlageentscheidungen zu treffen.

Diese Daten sollte dein Aktienbroker in aggregierter Form gut und zuverlässig aufbereitet bieten können. Sonst musst du selbst auf den unterschiedlichsten Webseiten recherchieren. Dies bedeutet deutlich mehr Zeit- und Arbeitsaufwand.

Ein guter Broker arbeitet mit unterschiedlichen Anbietern von Kurs- und Fundamentaldaten zusammen und bietet dir viele wichtige Daten in übersichtlicher Form an.

Zu den Kursdaten und Chartdaten: Einige Broker nutzen eigene Kursdaten, die du so nicht an der Börse handeln kannst, da sie sich oft recht deutlich von den realen Daten unterscheiden. Meine Meinung: Meide solche Broker eher. Die Auswahl an Anbietern mit direktem Zugang zu den wichtigen Börsen ist ausreichend groß, so dass du hier mit Sicherheit einen für dich findest.

Einlagensicherung: Ist dein Geld geschützt?

Auch ein Aktienbroker kann in die Insolvenz geraten. Bei großen Unternehmen ist dies unwahrscheinlicher, als bei sehr kleinen. Ausschließen kannst du eine solche Gefahr aber nie. Die wichtigste Frage für dich ist: Was passiert mit deiner Kapitaleinlage, wenn der Broker pleite geht?

Hierzu gibt es die Einlagensicherung. Sie ist bei uns gesetzlich vorgeschrieben und wird entsprechend kontrolliert. Gelangt der Broker in die Insolvenz, so ist dein Kapital abgesichert und wird dir wieder ausbezahlt. Achtung: Wertpapierverluste sind hier nicht inbegriffen. Die meisten großen Online-Broker bieten eine Einlagensicherung von maximal 100.000 Euro. Dies reicht für die meisten Aktiendepots aus. Geht der Aktienbroker pleite, so bekommst du diesen Maximalbetrag also sicher erstattet.

Hier musst du unbedingt aufpassen, wenn du dir bei einem Broker ein Aktiendepot einrichten möchtest. Lies unbedingt nach, wie hoch die Einlagensicherung ist und erkundige dich nach der entsprechenden Verantwortlichkeit.

Es gibt gerade im CFD-Broker Bereich aktuell einige Anbieter, die keine oder keine ausreichende Einlagensicherung bieten. Vermeide es, bei einem solchen dein Depot zu eröffnen. Denk immer daran: Bei der aktuellen Marktsituation hast du es nicht nötig, hier Risiken einzugehen. Es gibt genug hochwertige Aktienbroker für dich zur Auswahl.

Kundenbetreuung: Schnelle Hilfe bei Fragen und Problemen

Ein guter Aktienbroker sollte dir auch einen guten Kundensupport bieten. Denn es kann passieren, dass du einen Fehler bei einer Orderaufgabe machst oder etwa eine Order augenscheinlich nicht korrekt ausgeführt wird. Vielleicht hast du auch Fragen zu einem der Tools, die der Broker dir zur Verfügung stellt.

Für solche Fälle solltest du in der Lage sein, schnell und unkompliziert Hilfe zu erhalten. Und Hilfe bedeutet hier nicht, in einem angebundenen Forum stöbern zu müssen. Eine Telefon-Hotline, Live Chat oder persönlicher Emailsupport sollten unbedingt zum Angebot des Aktienbrokers deiner Wahl gehören. Schnelligkeit ist bei Problemen mit Orders, Ausführungen etc oft elementar, um Schäden zu vermeiden, oder wenigstens zu reduzieren.

Dein Aktiendepot: Auswertungen und Statistiken

Ein Punkt, der eher nebensächlich, aber praktisch ist: Statistiken und Auswertungen zu deinem Aktiendepot. Je mehr dir dein Aktienbroker hier anbietet, desto weniger Arbeit hast du selbst. Alle Arten von Auswertungen zu deinem Depot kannst du dir mit Excel selbst erstellen. Jedoch ist es komfortabel und angenehmer, wenn dein Broker dir hier Tools und Mittel zur Verfügung stellt.

Wie den richtigen Aktienbroker finden?

Dies waren in aller Kürze die wesentlichen Kriterien, auf die du allgemein bei der Auswahl deines Aktienbrokers mindestens achten solltest. Natürlich kommt es sehr auf deine individuellen Anforderungen an.

Ich stelle dir hier auf dieser Seite einige der großen und renommierten Broker vor, die sich für den Aktienhandel in der mittleren und langen Frist sehr gut eignen. Schau dir diese am besten einmal im Detail und in aller Ruhe an und entscheide, ob der eine oder andere für dich geeignet ist.

Du kannst dir auch auf den unzähligen Testportalen für Online-Broker die Testberichte durchlesen. Hier findest du weitere Hinweise zu vielen Aktienbrokern und anderen Anbietern.

Wenn du die hier angesprochenen Details bei der Auswahl deines Brokers einbeziehst und sie in deine Entscheidung einfließen lässt, so kommst du zu einer langfristig richtigen Entscheidung. Ich zeige dir hier meine persönlichen Favoriten bei den Aktienbrokern. Dies kann ich gut begründen, aber die Entscheidung für oder gegen einen Anbieter musst du ganz allein treffen.

Mache dir auf jeden Fall ausreichend Gedanken zum Thema Brokerwahl, denn hier kannst du viel Geld und Nerven sparen.

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