Forextrading lernen

Forex steht für Foreign exchange. Es geht um Devisenhandel. Der Forexmarkt hat inzwischen auch dem privaten Trader seine Türen geöffnet. Dem Forextrader stehen mit dem Währungshandel große Chancen offen, aber auch hohe Risiken, wenn er nicht gelernt hat, das Devisentrading richtig anzugehen.

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Warum Devisenhandel lernen?

Der Forexmarkt (FX-Markt, Währungsmarkt, Devisenmarkt) ist mit einem Tagesumsatz von mehr als 5 Billionen USD der größte Finanzmarkt der Welt. Der Trader, der Forexhandel lernen möchte, hat die Möglichkeit, von der hohen Schwankungsbreite der Währungskurse zu profitieren und daraus Gewinn zu generieren. Die handelbare Währungspaare sind von der Anzahl her überschaubar. Die meisten Trader nutzen ein oder einige wenige Währungspaare, zum Beispiel das USD-EUR Paar, für ihr Trading und spezialisieren sich darauf.

Für wen ist Forextrading geeignet?

Forexhandel läuft im Allgemeinen über Margin, so dass auch mit wenig Kapitaleinsatz und kleinen Konten wegen der verfügbaren Hebels ein Handel möglich ist. Im Gegensatz zu einigen Gerüchten ist jedoch auch der Forexhandel nicht dazu geeignet, über Nacht reich zu werden. Intensive Einarbeitung, Ausdauer, Testen und Verwerfen von Strategien sind erforderlich, um den Forexhandel zu erlernen. Hier gibt es keine Unterschiede zu anderen Tradinginstrumenten.

Der Währungshandel wird nicht ausschließlich, aber doch in den meisten Fällen intraday betrieben, als Daytrader also. Die Währungsmärkte können mehr oder weniger rund um die Uhr gehandelt werden, so dass der Trader zeitlich sehr flexibel ist. Die kleinen, absoluten Schwankungen der Währungspaare können für hohe Umsätze des Traders sorgen.

Besonderheiten des Währungshandels

A. Der Forexmarkt ist bei Tradern und Daytradern sehr beliebt. Viele konzentrieren sich auf nur ein Währungspaar und traden ausschließlich dieses. So etwas ist mit Aktien ebenfalls denkbar, allerdings ist der Kursverlauf der großen Währungspaare gleichmäßiger und effizienter.

B. Ungünstige Gaps, Kurssprünge also, von einem auf den anderen Tag sind nahezu unbekannt. Dies gilt besonders deshalb, weil der Forexmarkt – im Gegensatz zu den Börsenmärkten – nahezu 24 Stunden am Tag geöffnet ist. Beim Aktienhandel sind Gaps eigentlich stets mit einzubeziehen.

C. Der Währungsmarkt zeichnet sich durch besonders kleine Spreads aus: Es gibt nur eine sehr kleine Spanne zwischen Bid- und Ask-Kurs. Dies ist natürlich vom Broker abhängig. Der kleine Spread erlaubt es, präzisere Trades abzusetzen und stets sehr nahe am gewünschten (oder besser: geplanten) Kurs zu kaufen und verkaufen. In Zeiten erhöhter Schwankungsbreite weitet sich der Spread allerdings auch auf.

D. Der Forexhandel läuft meist über Margin. Wie auch bei CFDs leistet man nur eine „Anzahlung“ auf den zu handelnden Betrag, der Rest des benötigten Kapitals wird sozusagen vom Broker gestellt. Dies heißt, auch mit wenig Kapitaleinsatz und kleinen Konten kann man am Forexhandel teilhaben und überproportionale Trading-Gewinne einstreichen. Es bedeutet aber auch, dass man sehr klar seine Risiken begrenzen muss, da der Verlust aus Marginhandel das eingesetzte Kapital auch übersteigen kann.

Welchen Broker für Forex Trading wählen?

Viele der bekannten Größen im Brokergeschäft bieten auch Forexhandel an. Einige Broker haben sich auf den Währungshandel spezialisiert. Der Trader, der Forexhandel erlernen möchte, muss speziell darauf achten, was überhaupt gehandelt werden soll und wie die Gebührenstruktur des Brokers aussieht. Auch die Handelsplattform ist wichtig.

Einfache Handelsplattform bevorzugen

Devisen werden meist intraday gehandelt, also mit Tradedauern von wenigen Sekunden (Scalping), über Minuten bis zu wenigen Stunden. Das bedeutet, der angehende Trader benötigt eine Handelsplattform, die so komfortabel und einfach zu bedienen ist, dass er nach der Einarbeitung in der Lage ist, sie schnell, präzise und ohne nachzudenken zu bedienen. Nur so ist sicherzustellen, dass er seine Trades so handhaben kann, wie er es benötigt. Dies bedeutet, den Umgang mit der Forex-Software so zu erlernen, dass Bedienungsfehler im Livetrading ausgeschlossen werden.

Wer bietet den günstigsten Spread?

Es gibt große Unterschiede bei den Gebühren der unterschiedlichen Forexbroker. Zu beachten ist der Spread bei den Währungspaaren, die der Trader gern handeln möchte. Ist er pauschal zu hoch, so wird das Tradingsystem eventuell schnell unprofitabel, bezogen auf die lange Frist.

Kosten für die benötigte Handelssoftware oder Upgrades

Gute Software kostet Geld. Viele Broker stellen eine kostenlose Handelsplattform zur Verfügung, sowie eine kostenpflichtige Erweiterung. Der Trader, der Forex-Handel erlernen möchte, muss für sich sicherstellen, dass die gewählte Software für ihr alle Erfordernisse abdeckt.

Demokonten nutzen, um den Broker zu testen

Die meisten Forexbroker bieten kostenlose Demokonten an, mit denen der angehende Trader den Forexhandel üben und trainieren kann. Wichtig: anschauen, ob man mit der Handelsoberfläche gut zurecht kommt. Ansonsten sollte man eventuell einen anderen Broker versuchen.

Vergleichsportale nutzen

Im Internet gibt es inzwischen viele sehr gute Broker-Vergleichsportale, die bei der Auswahl des besten Forexbrokers helfen. Hier findet der Forexhandel-Einsteiger auch viele Tipps und Tricks.

Forexhandel lernen: Das sind die Risiken

Der wichtigste Risikofaktor ist der mögliche Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Noch schlimmer: Handel über Margin kann zu Verlusten führen, die das eingesetzte Kapital übersteigen. Hier wird man in diesem Falle nachschusspflichtig. Der Trader, der Forextrading erlernen möchte, sollte sich dies besonders gut einprägen.

Kursveränderungen am Währungsmarkt verlaufen fast immer gleichmäßig und eher ruhig. Gaps, also Kurssprünge kommen selten vor. Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel. Als Beispiel sei der Kurssturz des Schweizer Franken genannt, der Anfang 2015 auftrat und der unzählige Trader und sogar einige Broker in die Pleite schickte.

Es gibt viele Möglichkeiten, seine Tradingrisiken zu verringern, ausschalten kann man sie nie vollständig. Hierüber sollte sich jeder angehende Trader intensiv Gedanken machen.

Forexhandel lernen: Eine gute Idee?

Der Währungshandel bietet dem Trader viele gute Möglichkeiten, erfolgreich zu traden. Wichtig ist eine intensive Einarbeitung, die aus viel Lesen besteht, anschließend aber auch aus viel Ausprobieren und Nachdenken. Den hohen Chancen stehen auch hohe Risiken gegenüber.

Interessiert sich ein Trader für den Forexhandel, so sollte er gut durchdenken, ob er in der Lage ist, diese Risiken zu tragen und zu ertragen. Fakt ist: Viele erfolgreiche Trader sind Forextrader und verdienen mit dem Handel von Devisen gutes Geld. Um an diesen Punkt zu gelangen, ist allerdings viel Arbeit und Ausdauer erforderlich.