Trading Strategien

Trading mit dem Candlestick Hammer

Trading mit dem Candlestick Hammer

Trading mit dem Candlestick Hammer

Eine klassische Möglichkeit, in den unterschiedlichsten Zeitrahmen zu traden, bietet die Hammer Kerze.

Im Folgenden wird eine Trading Strategie beispielhaft im Ansatz vorgestellt.

Candlestick Hammer – Eine kurze Definition

Der Candlestick Hammer ist ein Pattern, das recht häufig in verschiedenen Zeitrahmen auftritt. Die Hammer-Kerze besteht aus einem kleinen Körper und einem langen Schatten, der sich unterhalb des Körpers befindet. Über dem Kerzenkörper kann (muss aber nicht) ein sehr kleiner Schatten bestehen. Die Kerze hat die Form eines stilisierten Hammers.

Die nachfolgende Abbildung zeigt einige der möglichen Formen, in denen der Candlestick Hammer auftritt. Welche Farbe der Kerzenkörper hat, ist nicht von Bedeutung. Ob grün oder rot, das kannst du einfach ignorieren. Lediglich der kleine Körper und der deutlich längere Schatten darunter ist relevant.

Ausprägung des Candlestick Hammers

Ausprägung des Candlestick Hammers

Interpretation des Candlestick Hammers




Die Hammerkerze wird als trendabschwächend interpretiert und kann als Umkehrkerze zur Wirkung kommen: Liegt ein Abwärtstrend vor und erscheint ein deutlicher, nach unten abgesetzter Candlestick Hammer, so besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Abwärtstrend beendet ist und mit einer Gegenbewegung gerechnet werden kann.

Trendumkehr nach Candlestick Hammer

Trendumkehr nach Candlestick Hammer

So kann man den Candlestick Hammer traden:





Der Candlestick Hammer ist eine sehr häufig auftretende Kerze und kann in allen Zeitrahmen ab dem 5-Minuten Chart gehandelt werden. Tickcharts und 1-Minuten Charts bilden oft keine ausreichend deutlichen Pattern aus.

Interessant für das Trading der Formation sind alle Märkte mit hohen Handelsvolumina, etwa Forex, große ETFs, große Indizes und hochkapitalisierte Aktien. Sie lässt sich gut mit CFDs, Aktien oder Zertifikaten handeln. Die durchschnittliche Haltedauer beträgt einige Perioden, in Abhängigkeit von der gewählten Ausstiegstechnik.

2. Gesucht werden Candlestick Hammers, die a) deutlich nach unten abgesetzt sind, und die b) auf einen deutlich erkennbaren, kurzfristigen Abwärtstrend folgen.

3. Der Einstieg kann dann am Hoch der Hammerkerze stattfinden. Eine Stop-Buy Order ermöglicht es, diesen Punkt präzise zu treffen.

4. Die Hammerkerze soll den Tiefpunkt des beendeten Abwärtstrends darstellen. Ist dies nicht der Fall und kommt es zu einer Folgekerze, die tiefer gelegen ist, so handelt es sich um ein Fehlsignal, so dass der eingegangene Trade beendet werden muss. Ein Stopp-Loss kann deshalb beispielsweise einige Punkte unterhalb der Hammerkerze gesetzt werden.

Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die auf den Hammer folgende Kerze eventuell ein weiterer Hammer sein kann, dessen Schatten gegebenenfalls den Stopp-Loss reißt. Zwei hintereinander befindliche Candlestick Hammer können eine Bestätigung der Trendwende sein, so dass eventuell ein weiterer Trade auf Basis der zweiten Hammerkerze eingegangen werden kann.

5. Der Ausstieg kann nach Erreichen eines bestimmten Kurszieles erfolgen. Alternativ kann auch ein Trailing Stopp zum Einsatz kommen, der etwa am Tief des Hammers, oder noch besser knapp unterhalb des Tiefs des Hammers angesetzt wird.

6. Die Positionsgröße sollte so gewählt werden, dass maximal 0.5% bis 1% des Tradingkapitals im Risiko sind.

7. Wichtig vor dem Einsatz dieser Strategie für das Livetrading ist, dass der Trader sie umfassend für sich und seine Gegebenheiten testet. Hierfür eignet sich sehr gut ein Demokonto bei einem Broker seiner Wahl, oder Musterdepot.

Beispiele für das Candlestick Hammer Pattern





Candlestick Hammer Formationen im Deutschen Aktienindex

Candlestick Hammer Formationen im Deutschen Aktienindex

Fazit

Das Trading des Candlestick Hammers stellt eine sehr einfach umzusetzende Trading Strategie dar, die auch dem Trading Einsteiger die Möglichkeit bietet, ein sehr simples, erstes Regelwerk zu erstellen und anzuwenden. Candlestick Hammers sind leicht zu erkennen und bieten ein gutes Chance-Risiko Verhältnis, wenn die Ausstiegsregeln und die Positionsgröße geschickt gewählt werden. Sie können mit Indikatoren zur Trendbestimmung, oder Oszillatoren zur Bestimmung überverkaufter Märkte ergänzt werden.