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Trading Signale – Die Basics für Trading Einsteiger

Effektive Trading Signale finden gehört zu den wichtigsten Aufgaben im erfolgreichen Trading. Der Begriff „Trading Signal“ wird hier meist als Synonym verwendet für „Trading Einstieg“. Wie komme ich in einen Trade hinein? Um die wichtigsten, grundlegenden Einstiegsmethoden geht es in diesem Artikel. Jeder, der Trading lernen möchte, sollte sie kennen und bei Bedarf bei seinem Trading einsetzen können.

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Vorab einige Anmerkungen: Viele Trading-Einsteiger konzentrieren sich von Beginn ihrer Aktivitäten ann darauf, die besten Trading Signale, also Trading-Einstiege, zu erhalten, um damit erfolgreich handeln zu können. Obwohl der richtige Einstieg sehr wichtig ist, ist er doch nicht alles, sondern nur Teil des Ganzen. Ein Tradingsystem enthält viele weitere Komponenten, die zusammen ein Handelssystem ergeben, das in der Summe langfristig profitabel ist. Der potenziell gute Einstieg allein führt nicht zum dauerhaften Erfolg im Trading.

Trading Signale: Wie kann ich in einen Trade einsteigen?

Im Folgenden werden einige der wichtigsten, grundlegenden Arten von technischen Trading Signalen vorgestellt. Die Methodennn sind bewusst so allgemein dargestellt, dass sie in nahezu allen Märkten und bei allen Tradinginstrumenten angewendet werden können. Ganz gleich, ob Aktienhandel, Forex, oder Futurehandel. Auch der Zeitrahmen ist fast beliebig. Daytrader im Minutenchart können die vorgestellten Einstiegsmethoden genauso nutzen, wie langfristige Anleger, die einen günstigen Kaufzeitpunkt erwischen wollen.

Das bedeutet aber nicht, dass jedes Trading Signal auch wirklich in jeder Konstellation funktioniert! Eigenes Probieren und Testen ist daher unentbehrlich. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Komponenten eines Tradingsystems. Schließlich ist die Entwicklung eines auf den Trader zugeschnittenen Tradingsystems die Hauptaufgabe eines Traders, der langfristig erfolgreich an den Märkten handeln möchte.

Bei Aktien, oder anderen Instrumenten, die nur sehr kleine Umsatzvolumina und/ oder eine sehr kleine Marktkapitalisierung haben, treten die nachfolgend vorgestellten Trading Signale oft nicht auf. Solche Werte sind mit der technischen Analyse nur sehr schwierig zu handeln, oder überhaupt nicht. Im Zweifelsfall ist es besser, solche Werte nicht in das eigene Trading einzubeziehen. Es gibt in jedem denkbaren Markt mehr als genug Alternativen.


Die wichtigsten Trading Signale im Überblick




Die nachfolgende Übersicht stellt einige der wichtigsten Trading-Einstiegsmethoden vor. Viele Trader verwenden solche Signale innerhalb ihrer Tradingstrategie und sind damit sehr erfolgreich.

1. Trading Signale durch Trends und Trendwenden

Der Trend ist ein grundlegendes Prinzip in der technischen Chartanalyse. Hieraus ergeben sich sehr verbreitete Einstiegsmethoden, die mittelfristigen Trendfolge-Tradern ebenso wie langfristigen Aktieninvestoren seit Anbeginn der Börsen gute Dienste leisten. Um Trends direkt als Trading Signale zu nutzen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: In einen laufenden Trend einsteigen
Wenn ein klar zu erkennender, starker Trend bereits eine Weile läuft, besteht die Möglichkeit, dass er wenigstens noch etwas weiter läuft. Ich kann also in einen bestehenden Trend einsteigen und darauf spekulieren, dass er noch einige Zeit andauert.

Möglichkeit 2: In einer Korrektur auf den Trend aufspringen
Trends neigen dazu, zwischendurch immer mal zu korrigieren. Solche Zick-Zack-Entwicklungen lassen sich als Trading Signal nutzen: Ich warte, bis ein Zick-Zack-Muster nach einem ersten oder zweiten Mal einfach noch ein drittes Mal auftritt und steigen in den Trade ein, wenn sich der Kurs nach der Gegenbewegung wieder zu erholen beginnt. Solche Signale nutzt in gewisser Weise neben anderen auch die sogenannte Markttechnische Analyse, wie sie etwa von Michael Voigt ausführlich in seinem Buch vorgestellt wird.

Möglichkeit 3: Trendwenden feststellen und einsteigen
Jeder Trend, eagl ob Aufwärts- oder Abwärtstrend, ist irgendwann zuende. Ein Trendende kann ich als Signal nutzen, um in einen Trade einzusteigen und auf die Gegenbewegung, etwa einen neu beginnenden Trend in die entgegengesetzte Richtung, zu spekulieren. Trendwenden kann man unter anderem durch Überkauft- und Überverkauft – Indikatoren feststellen, wie etwa RSI, oder den Stochastik-Indikator.

Mögliche Problemstellen mit Trading Signalen durch Trends und Trendwenden:

Trading Signale auf der Basis von Trends sind eine gute Möglichkeit, an dem Börsen zu handeln. Nicht umsonst zählen Trendfolgestrategien zu den erfolgreichsten Tradingstrategien überhaupt. Es gibt jedoch auch Fallstricke, die man kennen und in seine Überlegungen einbeziehen sollte. Es heißt, die Märkte neigen nur zu 20% bis 25% zu Trends. Während der restlichen Zeit bewegen sie sich trendlos. Hier hat es oft nur den Anschein, dass ein neuer Trend entsteht, obwohl dies tatsächlich nicht so ist.

Selbst wenn der tatsächliche Zahlenwert für das Bestehen von Trends höher ist und meinetwegen auch vom betrachteten Markt abhängt, so dürften Trading Signale aus der reinen Trendbetrachtung heraus recht viele Fehltrades generieren. Hierauf muss sich der Trader einstellen und dafür sorgen, dass er viele kleine Verluste durch wenige große Gewinne überkompensieren kann. Dies ist Aufgabe des Positionsgrößen- und Money-Managements, aber auch des korrekten Ausstiegs und des gewählten Stopps.

Weiterhin ist die Dauer eines bestehenden Trends nicht zu prognostizieren. Läuft der Trend schon zu lange und steigt man erst dann mit einem Trade ein, so ist der Trend vielleicht bereits beendet, bevor der Trader in der Gewinnzone landet. Am günstigsten ist es, einzusteigen, wenn der Trend eine Weile besteht und gut zu erkennen ist, er aber noch nicht zu lange läuft.

Ein Problem stellt auch die Identifikation von Trendwenden nach bestehenden Trends dar, die als Trade Signal infrage kommen könnten. Theoretisch. Denn oft weiß man trotz aller Indikatoren erst im Nachhinein, dass ein aktueller Trend beendet ist und ein neuer begonnen hat. Auch dem kann man jedoch mit klug gewählten Positionsgrößen und einem intelligenten Stopp-Loss entgegentreten.


2. Klassische Chartpattern als Trading Signale nutzen

Klassische Chartpattern kommen aus der klassischen Chartanalyse und können in nahezu allen Zeitrahmen als Trading Signale zum Einsatz kommen. Solange zumindest, wie der Zeitrahmen nicht zu klein gewählt wird. Viele erfolgreiche Trader handeln fast ausschließlich auf der Basis von Chartmustern. Wichtige Chartpattern sind etwa die Dreieckformation, Wimpel, Schulter-Kopf-Schulter Formation, W- und V-Formation.

Chartpattern als Trading Signale haben eine sehr lange und sehr verbreitete Tradition. Für jedes Pattern gibt es definierte Einstiegspunkte, die der Trader einfach nur zu kennen und anzuwenden braucht. Informationen zur Verwendbarkeit einzelner Chartpattern gibt es auf diesen Seiten. Wer Chartpattern detailliert kennenlernen möchte, findet hier jede Menge Informationen.

Mögliche Problemstellen mit dem Trading von Chartpattern

Auch wenn nahezu alle relevanten Chartmuster genau spezifiziert und erklärt sind, ist es oft schwierig, solche Muster in einem natürlichen Chart zu erkennen. Hier ist ein hohes Maß an Erfahrung erforderlich, um auch Pattern einschätzen zu können, die nicht von idealer Gestalt sind. Solche kommen in der Tat sehr häufig vor. Hier scheidet sich schnell die Spreu vom Weizen der Trader.

Dem kann man entgegentreten, wenn man zu Begin der Traderkarriere nur bei klar erkennbaren und eindeutig identifizierbaren Chartpattern einen Trade eingeht. Hat man eine ausreichend große Anzahl an Tradinginstrumenten, etwa alle NYSE 100-Aktien, so findet man im Screening immer das eine oder andere gut und klar ausgebildete Chartmuster und kann sie traden.

Der Daytrader, der sich auf nur ein Handelsinstrument konzentriert, muss sich hier mangels Alternativen in Geduld üben. Er darf sich nie dazu verleiten lassen, ein Chartmuster als Trade Signal zu nutzen, mit dem er nicht absolut vertraut und das für ihn nicht eindeutig erkennbar ist.


3. Unterstützungen und Widerstände als Einstiegssignale

Auch Unterstützungen und Widerstände können profitable Trading Signale liefern. Kurse bewegen sich oft in Seitwärtskanälen, die von einer oberen und einer unteren Begrenzung eingeschlossen werden. Bewegt sich der Kurs innerhalb des Kanals nun an eine solche Begrenzung heran, so neigt er dazu, von dieser abzuprallen, um sich weiter innerhalb des Kanals aufzuhalten. Die Spekulation auf eine solche Abprallbewegung kannn als Trading Signal genutzt werden. Je häufiger der Kurs von einer Begrenzungslinie abprallt, desto wahrscheinlicher wird es, dass dies erneut geschieht.

Entweder steigt der Trader nun kurz vor Erreichen der Unterstützung oder des Widerstandes ein und nimmt die gesamte Umkehrbewegung mit. Oder er wartet auf eine Bestätigung der Umkehrbewegung und erst steigt dann ein. Dies wäre die defensivere Tradingvariante.

Unterstützungen und Widerstände lassen sich relativ häufig und in nahezu allen Zeitrahmen und Märkten finden und sind recht einfach zu erkennen. Es gibt sie nicht nur in Seitwärtsbewegungen, vielmehr sind sie auch Bestandteil von Aufwärts- und Abwärtskanälen.

Mögliche Problemstellen beim Traden von Unterstützungen und Widerständen

Auch wenn der Kurs bereits vier Mal von einer Begrenzung zurück geprallt ist: Es gibt – wie eigentlich immer im Trading – keine Garantie, dass Unterstützungen auch solche bleiben. Durchbricht der Kurs eine Unterstützung, so wird er meist zum Widerstand der weiteren Bewegung, so dass der Trader umdenken muss. Im Falle eines Durchbruchs liegt ein Fehlsignal vor, so dass der eingegangene Trade fehlgeschlagen ist. In diesem Falle sollte der Trade schnellstmöglich beendet werden.

Ein grundlegendes Problem ist, dass Unterstützungen und Widerstände von verschiedenen Tradern unterschiedlich beurteilt werden können. Es kommt darauf an, wieviele Kursdaten ich in die Betrachtung einbeziehe und wie weit ich in die Vergangenheit zurückgehe, um meine Begrenzungslinien einzuzeichnen. Auch hier ist Erfahrung gefragt, die sich aberr mit der Zeit einstellen wird.


4. Klassisches Trading Signal: Ausbrüche

Der Ausbruchshandel zählt zu den beliebtesten Tradingmethoden überhaupt. Ausbrüche treten auf, wenn der Kurs eine Begrenzung, einen Widerstand oder eine Unterstützung durchbricht. Auf einen Ausbruch folgt oft eine weitergehende Bewegung in Richtung des Ausbruchs, die sich sogar zu einem neuen Trend ausformieren kann. Möchte man einen neu beginnenden Trend möglichst früh erwischen, so macht es eventuell Sinn, einen Ausbruch als Trading Signal zu nutzen.

Ausbrüche gibt es sowohl in steigende, als auch in fallende Richtung. Sie sind leicht zu erkennen, denn sie gehen oftmals mit einer sehr starken, teils explosiven Bewegung einher, meist unterstützt von einem besonders hohen Volumen.

Um Ausbrüche zu finden, ist es erforderlich, das Konzept von Widerstand und Unterstützung, sowie das Konzept von Trendkanälen (auch Seitwärtskanälen) verstanden zu haben. Denn ein Ausbruch erfolgt immer über eine definierte Begrenzungslinie, oder aus einem definierten Bewegungskanal.

Mögliche Problemstellen beim Ausbruchshandel

Das größte Problem, wenn man Ausbrüche als Trading Signale nutzt, ist das Auftreten von Fehlausbrüchen: Der Kurs bricht kurz aus, um anschließend wieder zurück zu kommen. In einem solchen Fall ist das Trading-Setup gescheitert, und der Trader wird meist ausgestoppt oder schließt den Trade manuell.

Fehlausbrüche kommen heutzutage sehr häufig vor, so dass solche Trading Signale immer in Kombination mit einer Bestätigung, oder weiteren Indikatoren genutzt werden sollte.


5. Candlestick-Formationen zum Einstieg nutzen

Technische Analyse mit Candlesticks: Einige Beispiele

Technische Analyse mit Candlesticks: Einige Beispiele




Die Nutzung von Candlestick Formationen als Trading Signale ist eine einfache und effektive Möglichkeit, in kurzfristigen Zeitrahmen zu traden. Hierbei kommen Candlestick-Pattern zum Einsatz, die aus einer, oder auch mehreren Kerzen bestehen.

Trading Signale auf der Basis von Candlestickformationen werden an anderer Stelle behandelt. Wer sich für den Handel von Candlestick-Formationen interessiert, findet auf dieser Seite hier mehr Informationen und konkrete Trading-Muster.

6. Trading Signale mit technischen Indikatoren finden

Alle bisher vorgestellten Trading Signale ergaben sich aus dem Kurschart selbst. Das Spielfeld erweitert sich jedoch sehr deutlich, wenn man technische Indikatoren einbringt.

Von Gleitenden Durchschnitten, die einen bestehenden oder entstehenden Trend bestätigen können, über Oszillatoren, wie RSI oder den Stochastik-Indikator, die überkaufte und überverkaufte Märkte anzeigen, bis hin zu komplexen Indikator-Gebilden ist die Bandbreite nahezu beliebig groß. Wie man Indikatoren als Trading Signale einsetzt, wird deshalb auf separaten Seiten vorgestellt.

Die richtigen Trading Signale finden

In diesem Artikel wurden viele potenziell interessante Möglichkeiten vorgestellt, Trading Signale zu finden und einzusetzen. Die Liste ist jedoch bei Weitem nicht vollständig.

Wie zu Beginn bereits angesprochen, reicht es aber nicht aus, einen guten Einstieg zu finden. Wer dauerhaft erfolgreich im Trading sein möchte, muss eine vollständige und klar definierte Tradingstrategie aufweisen. Der passende Trading-Einstieg ist nur ein Teil davon. Auf diesen Seiten werden viele weitere relevante Komponenten vorgestellt, die ein Tradingsystem ausmachen.