CFD Trading lernen

Was sind CFDs? CFD und Aktien-Handel im Vergleich

Der CFD-Handel hat sich in den letzten Jahren zu einem separaten Tradingweg etabliert. Immer mehr Broker konzentrieren sich ausschließlich auf CFDs. Um mit CFDs erfolgreich traden zu können, muss man sich sehr gut mit den Gefahren und Problemstellen auskennen.

Was sind CFDs? Welche Unterschiede gibt es zu Aktien?

CFD steht für „contracts for difference“ (Differenzengeschäfte, Differenzkontrakte). CFDs gehören zu den Derivaten. Sie bilden also die Kursentwicklung oder Wertentwicklung eines Basiswertes (Underlying) nach. Sie sind selbst kein physisches Gut, wie etwa eine Aktie oder ein Goldbarren.

Der Vorteil von CFD-Handel ist, dass das eigene Kapital gehebelt genutzt werden kann, dass man Underlyings auch shorten kann (das Setzen auf fallende Kurse) und, dass vielfach deutlich günstigere Gebühren anfallen, als beim Direktkauf des Underlyings.

Im Folgenden werden die Eigenschaften der CFDs anhand der Unterschiede zu Aktien vorgestellt.

CFD-Handel vs. Aktien Handel

1. Mit einem CFD partizipiert man an der Entwicklung des Basiswertes, hier etwa eine Aktie. Mit dem Kauf eines CFDs erhält man keinen physischen Gegenwert, sondern lediglich das Recht, den CFD zu einem dem hinterlegten Aktienkurs entsprechenden Wert wieder zu verkaufen. Insofern haben CFDs eher Optionsscheincharakter, wobei die Berechnung des CFD-Wertes deutlich einfacher erfolgt und im Allgemeinen keine Laufzeitbegrenzung vorliegt. Die Einfachheit und (offensichtliche) Transparenz der CFDs ist ein weiterer Vorteil.

2. Mit CFDs kann man sowohl auf steigende, als auch auf fallende Kurse des Basiswertes setzen, also Long und Short gehen. Gewinne sind auch dann möglich, wenn die Aktie fällt, da sich der Short-CFD dann positiv entwickelt. Dies ist beim Aktien-Direktkauf nicht möglich.

3. Mit CFDs kann das eigene Kapital gehebelt werden. Dies bedeutet, man legt einen bestimmten Betrag ein (Margin), und der Broker stockt diesen mit weiterem Kapital auf. Bei Aktien-CFDs fällt – je nach Anbieter und Aktie – ein Margin von 5-10% an. Ich kann also mit einem Kapital von 100 Euro eine Aktien-CFD Position von 1000 Euro bis 2000 Euro handeln. Steigt die Aktie um 10%, so erhält der CFD-Trader auf seine Einlage einen Gewinn von 100%-200%. Sehr nett. Im Prinzip.

Denn der Hebel wirkt auch in die andere Richtung. Viele angehende CFD-Trader vergessen dies gern: Fällt die Aktie um 10%, so verliert der Trader mindestens seinen gesamten Einsatz. Und nicht nur das. Er kann mehr verlieren, als er eingesetzt hat! In diesem Falle ist er verpflichtet, zusätzliches Geld an den CFD-Broker auszuzahlen (Margin-Call). Der Trader, der sich für den CFD-Handel interessiert, sollte sich hierüber sehr gut Gedanken machen, bevor er seinen ersten CFD kauft.




Es gibt inzwischen auch erste CFD-Broker, die auf eine Nachschusspflicht verzichten. Hierfür werden dann zusätzliche Gebühren verlangt. Auch automatische Sicherheits-Stops bieten manche Broker an. Hier ist individuell zu prüfen, ob dies mit der eigenen Handelsstrategie dann auch funktioniert. Das ist nämlich nicht unbedingt gegeben.

Fazit: CFD-Handel und Aktienhandel

CFD-Handel bietet gegenüber dem Aktien-Direktkauf schon deutliche Vorteile. Jedoch fallen auch deutlich erhöhte Risiken an, mit denen man umgehen können muss. Aus diesem Grunde sind CFDs – auch wenn einige Broker das gern so darstellen – nicht unbedingt für Trading-Einsteiger geeignet. Stimmt die Tradingstrategie nicht völlig und sind Komponenten zur strikten Risikobegrenzung nicht ausreichend eingebunden, so ist der CFD-Handel eventuell sehr gefährlich und kann das eigene Trading-Konto schnell einstampfen.